"Raritäten"

Sa  19.01.2019 - 19:30
Bild zur Veranstaltung
Wo
Musikinsel, Walburgissaal
Schlachthausstraße78224 Singen
Veranstalter
Jugendmusikschule Singen
Vorverkauf
Tourist Information Singen, +49 (0)7731 85-262 oder -504
Vorverkaufspreis: 19,80 €
Gleich online buchen


Studiokonzert auf der Musikinsel Singen, Walburgissaal

Daniel Austrich, Violine

Aleksey Semenenko, Violine

Julien Heichelbech, Viola (Umbesetzung)

László Fenyö, Violoncello

Anna Zassimova, Klavier (Bild)

GEORGI CATOIRE (1861-1926)
Klavierquintett op.28

SERGEI TANEJEW (1856-1915)
Klavierquintett op.30 (Georgi Catoire gewidmet)

An diesem Abend werden Schätze gehoben: „Ehrlich, stark emotional und dabei wunderbar ausgearbeitet, mit feinstem Geschmack und nie banal“, sagt die Pianistin Anna Zassimova über Georgi Catoire, den Moskauer Komponisten französischer Abstammung. Sie hatte die Idee zu dem Abend mit Werken zweier ungewöhnlicher Komponisten, die in der Morgenröte des 20. Jahrhunderts, in der Zeit des russischen Aufbruchs, andere Akzente setzten als ihre Zeitgenossen. Im Alter von 19 Jahren erhielt Sergei Tanejew eine Goldmedaille für Komposition aus der Hand seines Kompositionslehrers am Moskauer Konservatorium. Dabei war mindestens so wertvoll wie die Medaille auch die Lehrerhand, die Hand Peter Tschaikowskis. Später gehörten Alexander Skrjabin und Sergei Rachmaninow zu Tanejews Schülern.

Die gebürtige Moskauerin Anna Zassimova, als Pianistin weltweit tätig, ist nicht nur Interpretin, sondern auch studierte Kunsthistorikerin und promovierte Musikwissenschaftlerin. Mit einem Buch über Georgi Catoires Leben und Werk (Verlag Ernst Kuhn, Berlin 2011) sowie mit ihren Aufnahmen (cpo, Antes) eröffnete sie einen völlig neuen Blick auf diesen Wegbereiter der russischen Moderne.

Der 1984 in St. Petersburg geborene Geiger Daniel Austrich, Preisträger des internationalen Paganini-Wettbewerbs in Moskau, gehört zweifelsohne zu den herausragenden russischen Musikern seiner Generation. Seit 2015 unterrichtet er an der Kölner Musikhochschule.

Der 1975 geborene ungarische Cellist László Fenyö gibt weltweit Meisterkurse und lehrt seit 2012 als Professor an der Musikhochschule Karlsruhe. László Fenyö spielt auf einem Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahre 1695.

Der 1988 in Odessa geborene Geiger Aleksey Semenenko wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Publikumspreis beim internationalen Olympus-Musikfestival in Sankt Petersburg. Aleksey Semenenko spielt eine Stradivari-Geige aus dem Jahr 1699, die ihm von der „Deutschen Stiftung Musikleben“ zu Verfügung gestellt wird.

Julien Heichelbech erhielt seine Ausbildung bei Claude Ducrocq und Johannes Lüthy in Straßburg und Karlsruhe. Anschließend bekam er ein Engagement als 1. Solo-Bratschist im Nationaltheaterorchester Mannheim. Aushilfstätigkeiten als Solobratschist in der Staatsoper München, im Gewandhausorchester Leipzig, im Staatsorchester Stuttgart, in der Staatskapelle Dresden, im WDR-Sinfonieorchester Köln, in der Oper Frankfurt, bei den Bamberger Symphonikern oder im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg ergänzen seine musikalische Laufbahn. Zu Julien Heichelbechs Kammermusikpartnern zählen unter anderem Ulf Hoelscher, Albrecht Breuninger, Sergey Khachatryan, Garth Knox, Martin Ostertag, Benedikt Kloeckner, Ragna Schirmer und Fazil Say. Von 2016 bis 2017 hatte er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Freiburg. Seit 2018 unterrichtet er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.



Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung X