"Heisenberg"

Mo  09.12.2019 - 20:00
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Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tourismus Singen
Vorverkauf
Tourist Information Singen, +49 (0)7731 85-262 oder -504
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Heisenberg
"Heisenberg"
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Heisenberg
"Heisenberg"

Stück von SIMON STEPHENS

Regie: Gerd Heinz

mit Charles Brauer und Anna Stieblich

Ernst-Deutsch-Theater, Hamburg

Euro-Studio Landgraf, Titisee-Neustadt

Mit Menü-Arrangement (nur erhältlich bei der Tourist Information Singen)

Unterschiedlicher kann es nicht sein, das Paar, dessen ungewöhnliche (Liebes-)Geschichte an einem Londoner Bahnhof beginnt. Rentner Alex ist schüchtern, verschlossen und alleinlebend, seit seine große Jugendliebe ihn verlassen hat. Und plötzlich steht vor ihm Georgie, Anfang 40, quirlig, impulsiv, kontaktfreudig und trotzdem irgendwie einsam. Während Alex mehr oder weniger befremdet auf die vielen Geschichten reagiert, die Georgie ungefragt über sich erzählt, ist er gleichzeitig fasziniert von der unbändigen Energie der charmanten Nervensäge.

Weder Alex noch das Publikum wissen, welche der immer wieder anders erzählten Details aus Georgies Leben Realität sind, wann sie ihn einfach provozieren will und was nur ihrer Phantasie entspringt. Ist ihr Mann in den Flitterwochen mit ihr nach Thailand geflogen? Oder war sie nie verheiratet? Vielleicht hat er sich aber auch aus dem Staub gemacht und lebt im Ausland! Alex ist verwirrt. Und dann tritt Georgie auch noch mit einer unerwarteten Bitte an ihn heran. Ist ihre Begegnung vielleicht gar kein Zufall gewesen? Zum ersten Mal in seinem Leben lässt sich Alex auf ein Abenteuer ein …

Der Physiker Heisenberg kommt in dem Stück nicht vor, ebenso wenig geht es um Quantenphysik. Autor Simon Stephens mag Überraschungen – und „Heisenberg“ ist voll davon. „Ich habe noch nie ein Stück über zwei Figuren geschrieben, denen es zusammen besser geht als es jedem für sich allein ging“, stellt er fest. Und auch durch die Konzentration auf die Ängste, Sehnsüchte und Träume seiner Figuren sowie das Gespür für deren Verletzlichkeit unterscheidet sich das Schauspiel sehr von den bisher fast 30 Stücken des vielseitigen Autors. Der Brite, der auch an deutschsprachigen Theatern zu den meistgespielten britischen Gegenwartsautoren zählt, ist ein Meister darin, einem Stück Rhythmus und Tempo zu geben. In dem melancholischen, modernen Märchen nähert er sich seinen Personen mit Verständnis, Neugier, Nachsicht und Zärtlichkeit. Und er findet mit Georgie und Alex zwei Figuren, die man im Theater schon lange nicht mehr gesehen hat. Sie verzaubern den Theaterbesucher nicht nur durch ihre Widerspenstigkeit, sondern auch durch ihre ganz eigene Weise, mit der sie um die Verwirklichung ihres Traums vom privaten Glück kämpfen.

alle Bilder: Christian Enger



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