Reisepass

Allgemeine Information

Zustimmungserklärung für Ausweise


Deutsche müssen einen Reisepass/Personalausweis mit sich führen und auf Verlangen vorzeigen, wenn sie über die Grenze der Bundesrepublik Deutschland ausreisen oder wieder einreisen. Der Inhaber eines gültigen deutschen Reisepasses genügt seiner gesetzlich vorgeschriebenen Ausweispflicht (entweder Reisepass oder Personalausweis). Der Reisepass ersetzt somit den Personalausweis, wobei er im Gegensatz zu diesem nicht die Anschrift des Inhabers enthält. Der Personalausweis hingegen genügt in der Regel nicht für die Einreise in andere Länder (Ausnahme: Reisen innerhalb der europäischen Union). In Eilfällen kann zugleich mit dem endgültigen Reisepass ein vorläufiger Reisepass oder ein Expresspass beantragt werden.

Bei berechtigtem Interesse besteht die Möglichkeit, dass für dieselbe Person mehrere Pässe ausgestellt werden (z.B. wegen Visa). Das berechtigte Interesse muss nachwiesen werden.

Vorläufige Reisepässe werden sofort ausgestellt, sie werden z.B. benötigt wenn eine Auslandsreise bevorstehtund für die Ausstellung des Reisepasses nicht mehr genügend Zeit ist. Sie haben in der Regel eine Gültigkeitsdauer von einem Jahr. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist nicht zulässig. 

Die Gültigkeitsdauer des Reisepasses ist vom Alter des Passinhabers abhängig. Vor Vollendung des 24. Lebensjahres gilt der Reisepass 6 Jahre, ab Vollendung des 24. Lebensjahres 10 Jahre. Ein vorläufiger Reisepass gilt in der Regel ein Jahr. Die Gültigkeitsdauer kann nicht verlängert werden. Ist der Reisepass durch Fristverlauf oder auf sonstige Weise ungültig geworden, muss bei Bedarf ein neuer beantragt werden.

Grundsätzlich werden Reisepässe mit einem Umfang von 32 Seiten ausgestellt. Gegen eine zusätzliche Gebühr können Sie einen Reisepass mit 48 Seiten erhalten (für Vielreisende mit zusätzlichen Seiten für Visaeinträge). Gegen eine weitere zusätzliche Gebühr stellen wir Reisepässe auch im Expressverfahren aus, so dass der neue Pass bereits nach ungefähr 3 - 4 Werktagen vorliegt. Reisepässe werden bei der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt. 

Es dürfen keine Versagungsgründe vorliegen. Der Pass ist zu versagen, wenn bestimmte Tatsachen die Annahme eines Versagungsgrundes begründen. Beispiele: Gefährdung der inneren oder äußeren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland; Annahme dass sich der Passbewerber einer Strafverfolgung oder einer Strafvollstreckung oder einer gesetzlichen Unterhaltspflicht entziehen will.


Hinweis:

Einem Passinhaber kann der Pass entzogen werden, wenn Tatsachen bekannt werden, die eine Passversagung rechtfertigen würden. Der Passinhaber ist verpflichtet, der Passbehörde

  • unverzüglich den Pass vorzulegen, wenn eine Eintragung unzutreffend ist,
  • auf Verlangen den alten Pass beim Empfang eines neuen Passes abzugeben,
  • den Verlust des Passes und sein Wiederauffinden anzuzeigen. 

Zuständig ist die Gemeinde, in der Sie mit Ihrer Hauptwohnung gemeldet sind. Reisepässe werden nur auf Antrag ausgestellt. Sie müssen den Antrag persönlich stellen. Bei der Abholung des Reisepasses können Sie sich durch einen Dritten vertreten lassen, dem Sie eine schriftliche Vollmacht mitgeben.

Ausnahme: Bei Minderjährigen (unter 18 Jahren) ist der Reisepassantrag in der Regel von beiden Elternteilen - soweit sorgeberechtigt - zu stellen. Ein Elternteil kann sich mit Vollmacht bei der Antragstellung durch den anderen vertreten lassen. 

  • Ihren alten Reisepass, auch wenn er ungültig ist; ersatzweise Personalausweis oder Kinderpass
  • ein aktuelles biometrisches Passbild (bitte weisen Sie den Fotografen darauf hin, er weiß dann, auf was er achten muss)
  • bei Personen unter 18 Jahren die Einwilligung der Eltern, bzw. Personensorgeberechtigten. Nachweis der Personensorge durch Scheidungsurteil mit Sorgerechtsregelung oder Sorgeerklärung.
  • bei Einbürgerung: Geburtsurkunde oder Einbürgerungsurkunde
  • Aussiedler benötigen zusätzlich bei Erstausstellung: Registrierschein, Vertriebenenbescheinigung/ Spätaussiedlerbescheinigung, Geburtsurkunde mit Übersetzung nach ISO-Norm und Namensänderungsurkunden. 

Die Bearbeitungszeit beträgt ungefähr drei bis vier Wochen. Im Expresspassverfahren hergestellte Reisepässe benötigen für die Bearbeitung 3 - 4 Werktage. Ein vorläufiger Reisepass wird sofort ausgestellt. 

Neuausstellung des Reisepasses mit 32/48 Seiten:

Für Personen, die das 24. Lebensjahr vollendet haben: € 60,--/82,--

Für Personen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: € 37,50/ 59,50

Zusatzgebühr für einen Reisepass im Expressverfahren jeweils: € 32,--

vorläufiger Reisepass: € 26,--

Änderung eines Reisepasses oder vorläufigen Reisepasses: € 6,-- 

  • wenn die Ausstellung oder die Änderung außerhalb der behördlichen Dienstzeiten vorgenommen werden muss,
  • bei Ausstellung eines Passes (auch schon vor Vollendung des 24. Lebensjahres), eines vorläufigen Passes oder der Änderung eines Passes durch eine örtlich nicht zuständige Passbehörde (z.B. Gemeinde einer Nebenwohnung) auf eigene Veranlassung des Antragstellers. 

Ungültigkeit von Kindereinträgen im Reisepass der Eltern ab dem 26. Juni 2012

Kindereinträge im Reisepass der Eltern werden aufgrund europäischer Vorgaben ab dem 26.06.2012 ungültig.

Ab diesem Tag müssen alle Kinder (ab Geburt) bei Reisen ins Ausland über ein eigenes Reisedokument verfügen.

Für die Eltern als Passinhaber bleibt das Dokument dagegen uneingeschränkt gültig.

Bitte beantragen Sie daher bei geplanten Auslandsreisen rechtzeitig neue Reisedokumente für Ihre Kinder. Dies gilt auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union und dem sogenannten "Schengen-Raum".

Als Reisedokumente für Ihre Kinder stehen Kinderreisepässe, Reisepässe, und - je nach Reiseziel- Personalausweise zur Verfügung.


 


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