Wann in Kurzzeitpflege?

Nicht immer ist eine durchgehende, häusliche Pflege möglich - beispielsweise wenn die Pflegeperson selbst erkrankt oder sie das Recht eines Erholungsurlaubes in Anspruch nimmt. Häufig die Kurzzeitpflege auch genutzt als Übergang nach der Krankenhausentlassung genutzt, bis für die Rückkehr in die eigene Wohnung ein Umfeld geschaffen wurde, das die Pflege zuhause zulässt.

Hier besteht die Möglichkeit der vorübergehenden vollstationären Aufnahme des Pflegebedürftigen in ein Heim mit einer Dauer bis zu fünf Wochen im Kalenderjahr und einer Kostendeckung der Pflegekasse bis zu 1.612 Euro. Die Eigenanteile für Unterkunft und Verpflegung muss der Versicherte selbst tragen. Allerdings können hierfür die noch nicht verbrauchten Betreuungs- und Entlastungsleistungen zur Finanzierung herangezogen werden.

- Das Pflegegeld wird während der Kurzzeitpflege zur Hälfte des zuletzt bezogenen Pflegegeldes weitergewährt. Auch kann die Kurzzeitpflege mit dem Anspruch auf Verhinderungspflege kombiniert werden.

- Die Kurzzeitpflege bietet die Möglichkeit eines ersten Kennenlernens des Heimes, seiner Bewohner und Mitarbeiter. Hier kann man sich ein erstes Bild der Einrichtung machen und über eine evtl. Langzeitpflege nachdenken und entscheiden.

- Auch Menschen, die keine Pflegestufe haben oder voraussichtlich nicht länger als sechs Monate nach dem Krankheitsereignis der Hilfe bedürfen, haben seit Anfang 2016 einen Anspruch auf die sogenannte Übergangspflege, beispielsweise nach stationären oder ambulanten Operationen. Oft sind sie während des Heilungsprozesses nicht in der Lage, ihren Alltag zu meistern und benötigen vorübergehend Unterstützung. Die Kosten hierfür übernimmt die Krankenkasse für in der Regel vier Wochen auf ärztliche Verordnung.


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