Singen erhält Preis für Quartiersentwicklung

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha und Staatsekretärin Bärbl Mielich haben bei einer feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart 53 Kommunen für ihre Ideen und Konzepte zur generationengerechten Quartiersentwicklung mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 2,7 Millionen Euro ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehört auch die Stadt Singen. Fachbereichsleiter Torsten Kalb nahm den Preis in der Landeshauptstadt entgegen. Minister Lucha gab bekannt, dass im kommenden Haushalt insgesamt 12 Millionen Euro für die Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ eingestellt worden seien.

Insgesamt hatten sich 147 Kommunen aus dem ganzen Land an dem Wettbewerb beteiligt. Ihnen sei eines gemeinsam, so die Staatsekretärin: Kommune, zivilgesellschaftliche Partner und Bürgerschaft zögen zusammen an einem Strang. „Damit sind Sie Pioniere und Vorbilder für andere Kommunen im Land, die sich ebenfalls auf den Weg machen wollen. Wir freuen uns jetzt schon darauf, zu sehen, wie sich Ihre Quartiere in den nächsten Jahren entwickeln“, so die Staatsekretärin.

Dafür entwickelt das Land ab 2018 flächendeckende Beratungs- und Unterstützungsangebote. Aufbauend auf bestehenden Strukturen, entstehen zum einen Anlaufstellen zu Quartiersentwicklung. Zum anderen erhalten Kommunen, Landkreise und zivilgesellschaftliche Akteure kostenlose Fach- und Prozessberatung für ihre Aktivitäten vor Ort. Umfangreiche Informationen zum Ideenwettbewerb sowie zum Thema Quartiersentwicklung mit Praxisbeispielen, Arbeitshilfen und einem Newsletter stehen auf dem Online-Portal zur Landesstrategie zur Verfügung.

Weitere geplante Maßnahmen sind unter anderem regelmäßige Konferenzen im ganzen Land, Netzwerktreffen, Exkursionen zu Good-Practice-Beispielen, Förderung des interkommunalen Austauschs und der Aufbau von Schulungs- und Qualifizierungsangeboten im Bereich der Quartierskoordination.

Quartiere sind lebendige soziale Räume, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Grenzen eines Quartiers sind somit nicht klar fixiert. Vielmehr ist es ein persönlich-räumlicher Bezugsrahmen, mit dem sich die Menschen identifizieren – das kann beispielsweise ein Straßenzug, eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder ein ganzes Dorf sein.

Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort lebenden Menschen zu ermöglichen. Quartiersentwicklung eröffnet die Chance, das Zusammenleben der Generationen und das Leben im Alter neu zu organisieren und dem steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Die Kommune ist dabei als „Motor im Sozialraum“ federführend. Wichtige lokalen Partnern der federführenden Kommune sind zum Beispiel bürgerschaftliche Initiativen, Sozialunternehmen, Kirchen, lokale Wirtschaft, ÖPNV und Gesundheitsanbieter.

Bildunterschrift:
Staatssekretärin Bärbel Mielich übergab in Stuttgart die Auszeichnung an Fachbereichsleiter Torsten Kalb.


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