Sicherungsarbeiten beendet: Ab 11. Juli ist der Hohentwiel wieder geöffnet

Festungsruine Hohentwiel

Am 11. Juli ist es soweit: Die Festungsruine Hohentwiel öffnet wieder ihre Tore. Im April 2019 musste sie geschlossen werden, weil man wegen Steinschlaggefahr die Steilhänge entlang der Wege sichern musste. Jetzt konnte das Amt Konstanz von Vermögen und Bau Baden-Württemberg die langwierigen Arbeiten abschließen. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg starten daher am Wochenende wieder den Besucherbetrieb in der weitläufigen und eindrucksvollen Anlage hoch über dem Hegau.

Während die Karlsbastion mit ihrer Aussicht und das Infozentrum mit der Ausstellung zur Festungsruine und ihrer Geschichte und dem großen Modell schon seit der Wiedereröffnung nach der Coronazeit wieder zugänglich waren, musste der Weg hoch aufs Plateau der Festung gesperrt bleiben. Der Grund: Aus einem der felsigen Abhänge entlang des Aufstiegs hatten sich im vergangenen April Felsbrocken gelöst. Seither war der Zugang zur Hochfläche des Vulkankegels aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das zuständige Amt Konstanz von Vermögen und Bau Baden-Württemberg ließ Spezialfirmen die Stabilität der Hänge entlang der Wege prüfen – und es erwies sich, dass die Arbeiten umfangreicher als anfangs angenommen waren.

"Unendlich froh" ist Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. "Die Sicherheit der Gäste steht natürlich im Vordergrund – und dass wir nun rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien wieder unseren Besucherinnen und Besuchern das schönste Panorama Baden-Württembergs öffnen können, ist das perfekte Timing". Der Hohentwiel ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Süden des Landes: rund 80.000 Gäste ersteigen das Plateau der Festungsruine in normalen Jahren. Die Ruinen der riesigen Festungsanlagen sind ein suggestives Erlebnis und der erloschene Vulkankegel ist zugleich ein Naturschutzgebiet mit ganz eigener Flora und Fauna, erschlossen von einem Netz von Spazier- und Wanderwegen. Vor allem an klaren Tagen ist die Aussicht überwältigend und umfasst den Bodensee und die Gipfel der Schweizer Alpen.

Nach rund acht Monaten Bauzeit konnten die Felssicherungsarbeiten endlich freigegeben werden, erläutert Edwin Dalibor, der stellv. Amtsleiter des Amtes Konstanz von Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Die Sicherungskosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro. Dabei wurden 26 Felsnägel, ein Stahldrahtgeflecht mit 180 Quadratmetern und ein Geröllfangzaun mit 22 Metern verbaut.

Aktuelle Informationen zum Monument sind unter www.festungsruine-hohentwiel.de zu finden.

Öffnungszeiten

Infozentrum mit Ausstellung täglich 10 bis 16 Uhr

Festungsruine Hohentwiel
Infozentrum
Auf dem Hohentwiel 2a
78224 Singen
Telefon 07731/6 91 78


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