Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Konstanz und des Polizeipräsidiums Konstanz vom 11.03.2019

Konstanz -      
Wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie das Sprengstoffgesetz ermittelt die Kriminalpolizei unter anderem gegen einen 39-Jährigen, der heute Mittag gegen 12.15 Uhr von Beamten des Polizeireviers Konstanz im Vorraum der Polizeiwache vorläufig festgenommen wurde. Der aus Venezuela stammende Mann hatte kurz zuvor das Gebäude des Polizeipräsidiums am Benediktinerplatz betreten, eine mitgeführte Plastiktüte auf einem Stehtisch abgestellt und mitgeteilt, dass sich darin eine selbst gebastelte Rohrbombe befinde.
Während Beamte des Polizeireviers den Tatverdächtigen sofort vorläufig festnahmen, wurde der Eingangsbereich samt Treppenhaus sowie angrenzende Räume umgehend geräumt und der Besucherverkehr außerhalb des Gebäudes abgewickelt. Bei der späteren Begutachtung der Plastiktüte stießen die beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg angeforderten Delaborierer auf ein an beiden Enden verschraubtes Metallrohr, das tatsächlich mit Schwarzpulver und Nägeln befüllt und mit einer Zündschnur versehen war. Bei einer Detonation hätte dies laut Auskunft der Entschärfer im Umkreis von etwa zehn Metern tödliche Auswirkungen gehabt. Wie der Beschuldigte in seiner Vernehmung einräumte, hatte er mit der Rohrbombe suizidale Absichten verfolgt.
Bei der richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung des 39-Jährigen fanden die Delaborierer, die von Polizeihundeführern mit Sprengstoffsuchhunden unterstützt wurden,  keine weiteren zum Bau einer Sprengstoffvorrichtung geeigneten Utensilien. Der Mann, der in den zurückliegenden Jahren wegen Suizidversuchen mehrfach in psychiatrischer Behandlung war, wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz im Laufe des morgigen Tages dem Haftrichter vorgeführt.

 


 


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