Ausstellung „Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben ...!“

Eine Ausstellung zu den Jugend-Konzentrationslagern Moringen und Uckermark (1940 - 1945) wird vom 14. bis zum 30. November im Foyer des Singener Rathauses gezeigt. Der Eintritt ist frei; das Foyer ist werktags geöffnet von 8 - 18 Uhr, samstags von 9 - 12 Uhr.

Zur Eröffnung der Ausstellung unter dem Titel „Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben ...!“ sind alle Interessierten am Donnerstag, 15. November, um 19 Uhr ins Rathaus-Foyer herzlich eingeladen. Oberbürgermeister Bernd Häusler hält ein Grußwort, Martin Guse, der diese Ausstellung konzipierte, führt ein und Marcel Da Rin von der Singener Kriminalprävention moderiert die Eröffnung. Elias Gabele umrahmt den Abend musikalisch mit seiner Konzertharfe. Als Zeitzeuge sowie als Unterstützer der Ausstellung führt Heinz Rheinberger, Gewerkschafter und langjähriger Kommunalpolitiker, ein Gespräch mit Bernhard Grunewald vom Verein „inSi – Integration in Singen“. Grunewalds Vater war als Häftling 216 zweieinhalb Jahre in Moringen inhaftiert.

Viele wissen bis heute nicht, dass es spezielle Konzentrationslager nur für Jugendliche gab. Die jungen Menschen wurden aus politischen, religiösen, rassischen oder sozialen Gründen als „Gemeinschaftsfremde“ inhaftiert. Nahezu 3.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 25 Jahren wurden in den von Polizei und SS errichteten Lagern dem täglichen SS-Terror, Zwangsarbeit und der kriminalbiologischen Selektion durch Dr. Dr. Ritter ausgesetzt, der auch die Jenischen verfolgte. Etliche Jungen und Mädchen starben in der Haft.

Unterstützt wird die Ausstellung von der Stadt Singen, vom „Bündnis unterm Hohentwiel“ und der Singener Kriminalprävention. Außerdem wird sie vom Bundesprogramms „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.


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