Abschlussveranstaltung des Interreg-Projekts

2000-Watt-Gesellschaft Bodensee - Jeder Einzelne kann Energie sparen

Die Stadt Singen ist eine der sieben Partnerstädte beim Projekt „2.000-Watt-Gesellschaft Region Bodensee“, das von Interreg IV gefördert wird. Die Ergebnisse der Regionalstudie sowie die wichtigsten Schritte zur Umsetzung der 2.000-Watt-Gesellschaft in der Region wurden kürzlich auf der Abschlussveranstaltung des Interreg-Projekts in Schaffhausen vorgestellt. Mit dabei waren Oberbürgermeister Oliver Ehret und die Leiterin der Umweltschutzstelle, Christiane Kaluza-Däschle.

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie:

Die Regionalstudie 2.000-Watt-Gesellschaft Bodensee kommt zum Schluss, dass die Region Bodensee die Ziele der 2.000-Watt-Gesellschaft erreichen kann. Das heißt, jeder Bewohner im Bodenseeraum soll nur noch 2.000 Watt pro Jahr verbrauchen. Voraussetzung dafür ist die konsequente Verbesserung der Energieeffizienz, ein umfassender Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region sowie ein energiebewusstes Verhalten im Alltag und beim Konsum.

Die Region verfügt über vielversprechende Potenziale: Mit Effizienzmaßnahmen kann der Energiebedarf bis 2080 auf rund die Hälfte reduziert werden, und mit der Nutzung der heute bekannten Potenziale an erneuerbarer Energie würde die Region Bodensee im Energiesektor langfristig weitgehend zur Selbstversorgerin. Dies unter der Voraussetzung, dass gesamtwirtschaftliches Wachstum und Komfortsteigerung zukünftig vor allem über qualitative Verbesserung und weniger über rein quantitative Zunahme erfolgen.

Der Weg zur 2.000-Watt-Gesellschaft ist anspruchsvoll: Er verlangt heute klare politische Zielsetzungen mit einer langfristigen Perspektive und erfordert wesentliche Anpassungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser Prozess kann so gestaltet werden, dass die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen überwiegend positiv sind und er wesentliche Chancen für die Region bietet.

Die Regionalstudie fokussiert die regionale Ebene. Sie zeigt auf, wie die Kommunen in interkommunaler Zusammenarbeit klima- und energiepolitische Maßnahmen mit hoher Verbindlichkeit und Wirksamkeit umsetzen und dadurch wesentliche Impulse zur Verwirklichung der 2.000-Watt-Gesellschaft geben können. Sie empfiehlt, diese Kooperation möglichst rasch zu konkretisieren und insbesondere erste Schritte zur gemeinsamen Erschließung der regionalen Potenziale einzuleiten.


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