Moderation: Edi Graf
Künstler: Oswald Sattler (Bild), "Die Ladiner", Graziano, Geschwister Niederbacher
Wenn man die Lieder der "Ladiner" hört, spürt man den Hauch stiller Erhabenheit, der die einzigartige und ungetrübte Naturschönheit der Südtiroler Dolomiten umgibt. Man spürt ungezwungene Musik in perfekter Umsetzung und ehrlicher Darstellung - ihre Heimatverbundenheit ist fast schon legendär. "Die Ladiner" - Joakin und Otto - haben in ihrer erst kurzen Karriere Musikgeschichte geschrieben. Die zwei sympathischen Vollblutmusiker haben mit ihrer beruhigenden Musik eine Welle der Begeisterung im gesamten deutschsprachigen Europa entfacht.
Oswald Sattler steht für Werte wie Familie, Naturverbundenheit, Ehrlichkeit und eine in seiner Heimat verwurzelten tiefen Religiosität, die nicht zuletzt in seinen meist ausverkauften Kirchentourneen ihren Ausdruck finden. Nach diesen Werten lebt Oswald Sattler und strahlt diese auch auf sein Publikum aus. Vielleicht ist es genau diese bewahrte Bodenständigkeit und Bescheidenheit, die das Publikum immer wieder fasziniert. Man nimmt ihm einfach ab, was er singt und das zu Recht. Es ist ihm wichtig neben seiner musikalischen Karriere immer noch Südtiroler Bauer zu sein - mit Hof und eigener Alm. Und so geschieht es immer mal wieder, dass wenn man Oswald Sattler im Sommer anruft, er gerade mit der Sense auf seiner Alm das Gras mäht oder seine Tiere hütet. Wenn auch selten, aber es gibt sie noch, die ehrlichen unter den Volksmusikstars, jene die nicht durch große Castingshows gedrillt und künstlich ins Rampenlicht gestellt werden.
Die Geschwister Niederbacher stammen aus dem kleinen Bergdorf Mühlbach oberhalb von Gais am Beginn des Tauferer Ahrntals in Südtirol. Seit Jahrzehnten wird in der Familie Musik gemacht und geht nun in die zweite Generation mit folgendem Nachwuchs: Manfred spielt Akkordeon, Keyboard sowie Kontrabass und singt. Christin und Angelika lieben vor allem den Gesang. Andrea ist das Spielen der steirischen Harmonika in die Wiege gelegt worden. Sie spielt auch Gitarre und verzaubert das alles noch mit ihrer fantastischen Stimme. Ihre Lieder sind sehr heimatverbunden. Sie erzählen von Bergen, Liebe, Sehnsucht und vom Leben.
Graziano Facchini, Künstlername „Graziano“, wurde in Bozen geboren wo er sich seit frühester Kindheit für Gesang und Musik begeisterte. Im Alter von vier Jahren nahm er an Italiens größtem Kinderwettbewerb „Lo zecchino d’ oro“ („Der Golddukat“) teil, wo er einen beachtlichen Erfolg verbuchen konnte. In den Jahren danach gelang es Graziano auch als Komponist in den Vordergrund zu treten, indem er für verschiedene Künstlerkollegen schrieb. Seine bisher größten Erfolge feierte er im Jahr 2006, als er gemeinsam mit Luis Stuflesser und Nadia Muigg den Titel „Ich schenk dir Liebe“ für Vincent und Fernando schrieb, die beim Finale des Grand Prix der Volksmusik den 2. Platz belegten.
Im Leben von Edi Graf dreht sich (fast) alles um Musik: Schon als Siebenjähriger ging es mit Blockflöte und kleiner Trommel los, bald folgten Klarinette und Saxophon, die Edi Graf bis heute begleiten. Seine ersten Stationen waren die Musikvereine und das Stadtorchester seiner Heimatstadt Friedrichshafen, später dann das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm. Nach einer Hospitanz beim damaligen Südwestfunk fing er dort als Aufnahmeleiter an, legte die staatlich anerkannte Dirigentenprüfung ab und arbeitete als Ausbilder für die Bundesakademie in Trossingen.