Hohentwielfestival

"Auf der Burg steppt der Bär"

Südkurier zum Burgfest: Vielfältiges Programm lockt 15.000 Besucher

VON JULIA EMSER
UND MATTHIAS BIEHLER

Der Wind hat gestern die ganze Stadt mit den bunten Klängen vom Bergfest beschallt, die meisten Singener werden aber ohnehin auf dem Hohentwiel gewesen sein. Rund 15 000 Besucher haben die Veranstalter von der Singener Stadtverwaltung gezählt. „Das Wetter ist wie für uns gemacht“, strahlte Gunnar Bamberg als Presseverantwortlicher mit der Sonne um die Wette. Und auch gelegentliche Schauer konnten der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Bereits um 10 Uhr morgens eröffnete Oberbürgermeister Oliver Ehret den Festtag und das Sinfonische Blasorchester der Jugendmusikschule spielte das Eröffnungskonzert.

Den ganzen Tag über nutzten viele Besucher die Gelegenheit, das vielfältige Programm, das auch durch ungezählte, ehrenamtliche Stunden zustande gekommen ist, zu genießen. Dabei kamen Alt und Jung auf ihre Kosten.

Hoch konzentriert richtet beispielsweise Serafin das kleine Holzkatapult auf die Burg. „Ich muss unbedingt den Drachen treffen“, scheint er dabei zu denken, während er ein Auge zukneift, um mit dem anderen die Flugbahn seines Geschosses voraus zu ahnen. Plötzlich reißt er an der Schnur, die das Katapult abfeuert. Und da fällt der Drachen auch schon zu Boden. „Juhu, drei Edel steine“, freut er sich. Im Mittelalter wäre er mit dieser Präzision wohl Geschützmeister geworden.

Auf dem Burgfest fühlt man sich an manchen Stellen wirklich ins 14. Jahrhundert zurückversetzt. Bogenschießen, Zauberei, Schwertkampf und natürlich Musik. Und da reicht das Angebot von Volkstümlichem bis zur Schlagerparty. „Da ist für jeden etwas dabei“, findet Susanne Schweizer aus Gottmadingen. Mit ihrer Tochter ist sie zum ersten Mal auf dem Burgfest und restlos begeistert. „Die Atmosphäre ist einfach toll“, schwärmt sie. „Und verhungern tut man hier auch nicht.“ Auch wenn es bei der Show von Eismann Hasan zunächst so scheint, als bekomme man gar keine Erfrischung von ihm. Aber nach seiner lustigen Eis-Jonglage kriegt doch noch jeder eine Kugel der süßen Köstlichkeit – Lächeln inklusive. „Uns macht das richtig Spaß hier“, erzählt Uli Emhardt wenige Meter weiter. Er und seine Familie bieten selbst hergestellte Körbe und Seile an. Eigentlich ein aussterbendes Handwerk, aber nicht so auf dem Hohentwiel. Hier kann man sogar sein eigenes Seil selbst drehen. Fin hat es schon ausprobiert. „Das war gar nicht schwer, ich hab ja Kraft“, findet er.

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