
Richtfest an AWO-Projekt vollzogen/GVV als Investor
Singen (of). Nur ein gutes halbes Jahr nach dem Spatenstich konnte die Singener städtische Baugesellschaft GVV Richtfest an der Kindertagesstätte im alten Singener Dorf an der Schlachthausstraße feiern. Dort wird die Kooperation zwischen dem Investor und der AWO als späterer Nutzer und Betreiber erfolgreich umgesetzt.
Bis zu den Sommerferien soll die Einrichtung, die mit drei Guppen für 45 Kinder geschaffen wird und für 18 Kinder unter drei Jahren Platz bietet, übergeben werden, um im neuen Kindergartenjahr die Situation in Singen bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren etwas zu entspannen. Wie Torsten Kalb als Leiter des Fachbereichs Soziales und Ordnung in Vertretung der Singener Rathausspitze sagte, sollen Singen noch zwei weitere Kleinkindgruppen im Laufe dieses Jahres angeboten werden können. Im nächsten Jahr sind große Investitionen bei der Stadt angesagt, um dem ab 2013 gültigen Anspruch an die Betreuung von Kindern unter drei Jahren genüge leisten zu können.
GVV-Chef Roland Grundler zeigte sich glücklich, dass man mit dem Bau der Kindertagesstätte das alte Dorf auch städtebaulich weiter aufwerten könne. Das Gebäude wird von der Rückseite erschlossen, wo es auch entsprechende Parkplätze für den Ab- und Antransport der Kinder gibt. Der Bau der Kindertagesstätte wird mit Zuschüssen des Bundes aus dem Investitionsprogramm der Kinderbetreuungsfinanzierung erstellt.
Nach der Übergabe wird der AWO Kreisverband Konstanz hier eine Kindertagesstätte betreiben. Wie Regina Brütsch von der AWO deutlich machte, sei man bereits auf der Suche nach künftigen Mitarbeitern in der Tagesstätte, was sich allerdings wegen des Fachkräftemangels gar nicht so einfach gestalte. In der Tagesstätte sollen die Kinder in gemischten Gruppen von der Kleinkindphase bis zur Schule betreut werden können. Architekt Udo Oehme konnte die Gäste des Richtfestes schon durch den Rohbau führen, in dem der Innenausbau schon begonnen hat. Die Kindertagesstätte verfügt über zwei Stockwerke, die über einen Aufzug barrierefrei erschlossen werden. Die Küche wie der großzügige Mehrzweckraum der insgesamt 670 Quadratmeter umfassenden Kindertagesstätte befinden sich im Obergeschoss des Gebäudes.
Wegen des hohen Grundwasserstands wurde auf eine Unterkellerung verzichtet. Ein kleiner Bach, der im Laufe der Arbeiten freigelegt wurde, soll in das knapp bemessene Außengelände einbezogen werden. Manches sinnige Detail hat der Architekt mit eingebaut: So gibt es sogar eine Rutschbahn von der Außentreppe des Gebäudes, um den Platz des Grundstücks optimal zu nutzen.