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Das Archäologische Hegau-Museum zeigt in 13 Räumen
15 000 Jahre Menschheitsgeschichte in der Region.

ALTSTEINZEIT  13 000 bis 8000 v.Chr.

Vor 15 000 Jahren kamen altsteinzeitliche Jäger und Sammler immer wieder in den Hegau. Die herausragende Fundstelle ist die Petersfelshöhle im Brudertal bei Engen. Viele der dort ausgegrabenen Funde sind im Hegau-Museum zu bewundern. Durch die ausgestellten steinzeitliche Werkzeuge, Kunst-gegenstände und Jagdwaffen und durch eine Rekonstruktion eines Rentierzelts wird das Leben unserer Vorfahren greifbar.
MITTLERE STEINZEIT 8000 bis 5700 v.Chr.
Der Übergang von den Jäger- und Sammlerkulturen zu den sesshaften Bauern ist im Hegau-Museum durch eine kleine Sammlung der für diese Zeit typischen Mikrolithen dokumentiert. Diese sehr speziellen kleinen Feuersteinabschläge wurden fein retuschiert und dann als Waffenspitzen in Speere eingelassen.
JUNGSTEINZEIT 5700 bis 2000 v.Chr.
In Hilzingen wurden beim Autobahnbau Spuren der ersten sesshaften Siedler im Hegau entdeckt. Mindestens 16 Langhäuser wurden dort von den  Bauernfamilien bewohnt. Ein Modell des Dorfes, Modell eines Pfahlbauhauses und viele Funde  zeigen die neue Werkzeugtechnologie und die veränderte Lebensweise dieser frühen Bevölkerung im Hegau.
BRONZEZEIT  2000 bis 750 v.Chr.

Mit der Fähigkeit, mit Metall umzugehen, machte die Menschheit eine wichtige Entdeckung. Kupfer und dann die Legierung mit Zinn zu Bronze waren die zuerst verwendeten Metalle. In der Singener Nordstadt wurden für Mitteleuropa sehr frühe Belege für diesen Kulturwandel entdeckt. Die im Hegau-Museum gezeigten "Atlantischen Dolche" sind dafür herausragende Zeugnisse. Sie belegen zudem die weitreichenden Handelsbeziehungen bis in die Bretagne. Die Fachwelt spricht von der "Singener Kultur" wenn es um diesen Fundkomplex geht. Der sich wandelnde Totenkult und die soziale Differenzierung werden durch die zahlreichen Grabbeigaben aus Metall und Keramik aufgezeigt. Ein herausragendes Brandgrab mit einer reichen Ausstattung aus der Spätbronzezeit ist als Rekonstruktion zu sehen.   

EISENZEIT  750 bis 15 v.Chr.
Die Eisenzeit, also die Zeit der Kelten, ist mit beiden Unter-abschnitten (Hallstattzeit und Latènezeit) im Hegau-Museum mit zahlreichen Funden vertreten. Den Beginn macht das "Singener Schwert"einer der ersten Eisenfunde in Süddeutschland. In vielen Grabhügeln im Hegau wurden neben Fibeln (Gewandspangen), Armreifen, Gürtelblechen und anderen  Trachtbestandteilen, fein verzierte und bemalte Keramik gefunden. Dabei sticht besonders die sogenannte "Alb-Hegau-Keramik" hervor.
RÖMISCHE KAISERZEIT  15 v.Chr. bis 260 n.Chr.
Der Arm Roms reichte auch bis zu uns in den Hegau. Viele römische Gutshöfe sind bei uns bereits ausgegraben oder zumindest nachgewiesen. Der Gutshof in Büsslingen wurde vollständig untersucht und ausgegraben. Bauteile der römischen Unterfußbodenheizung, Keramik, Schmuck, Werkzeuge und ein damals versteckter Münzschatz sind im Hegau-Museum zu sehen.
FRÜHMITTELALTER - ALAMANNEN  3. bis 8. Jhdt. n.Chr.
Die Alamannen waren die Gründer unserer Städte und Dörfer. In in Singen wurde auf dem Bahnhofsvorplatz ein alamannischer
Friedhof ausgegraben. Die schönsten Grabbeigaben sind im Hegau-Museum ausgestellt. Das Highlight ist aber sicher das Inventar des Grabes einer adligen Dame aus Güttingen. Ketten mit Millefioriperlen, Gefäße, Goldschmuck und als absolute Besonderheit, eine koptische Schale, die den Weg aus Ägypten zu uns in den Hegau gefunden hat, wurden geborgen und sind im Besitz des Hegau-Museums.

 


 
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