Kleine Programmänderung beim Festival „Erzählzeit ohne Grenzen“
Eine Programmänderung gibt es beim neuen Literaturfestival „Erzählzeit ohne Grenzen“ Singen-Schaffhausen: Da die Schriftstellerin Natascha Wodin erkrankt ist, liest an ihrer Stelle am Samstag, 13. März, um 20 Uhr in den Städtischen Bibliotheken in Singen die Schweizer Autorin Katharina Tanner – wie schon am Vorabend um 20 Uhr im Gailinger Schlosskeller – aus ihrem Roman-Erstling „Da geht sie“. Dicht und mit viel Sprachwitz erzählt die 1962 in Schaffhausen geborene Autorin einen Tag im Leben der Schauspielerin Lisette zwischen Theaterberuf und Alltag mit Kind und zeigt gleichzeitig in Nahaufnahme ein modernes Leben zwischen schöpferischer Kraft und erschöpfter Leere, zwischen eigenwilligem Selbst und ohnmächtigem Nichts.
Das Buch wird von der Kritik hoch gelobt: „Das Romandébut der Basler Buchhändlerin und Schauspielerin Katharina Tanner überrascht mit einer sprachlichen Wucht, die ganz süffig und hell wie ein glitzernder Sommertag daherkommt, aber gerade durch die schwebend-bruchstückhafte, zuweilen fast pointilistische Wahrnehmung der Hauptfigur tief ins Dunkle einer Identitätskrise hinableuchtet. Dabei enthüllt die ewig improvisierende Lisette hinter ihrer kraftvollen Überspanntheit eine Sanftheit und einen poetischen Blick auf die Welt, die einen einfach für diese Figur einnehmen müssen“, hieß es in der „Neuen Zürcher Zeitung“. „Ein Buch, das Lust macht auf mehr, auch weil Sprache und Inhalt eins werden in Rhythmus, Tempo und Tonart und dann zu klingen beginnen. Diese Reise in ‚Lisettes Land‘ mit 140 atemlos gelesenen Seiten, bei denen man hüpft, lacht und trauert, hat sich sicher gelohnt“, war in den „Schaffhauser Nachrichten“ zu lesen. |